HSG-Lateinschüler auf Trierfahrt
Action, Spaß und Kultur

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Nach dreijähriger Corona-Pause fand vom 17.05. bis 19.05.2023 endlich wieder eine Fahrt nach Trier statt. Die LateinschülerInnen der 8. Klassen machten sich auf, die Spuren der Römer in der ältesten Stadt Deutschlands zu erkunden.
Am Mittwoch ging es früh morgens mit dem ICE von Aschaffenburg nach Koblenz und von dort mit der Regionalbahn weiter nach Trier. Glücklicherweise wurde der angekündigte Bahnstreik rechtzeitig abgesagt, da die Auswirkungen auf unsere Reise nicht kalkulierbar gewesen wären. Vermutlich hatte auch die kapitolinische Trias ihre Hände im Spiel, aber wer weiß das schon! Nach angenehmer Reise kamen wir auf die Minute pünktlich an und mussten zunächst zu Fuß zur Römerstadt-Jugendherberge laufen. Dort wartete schon ein reichhaltiges Mittagessen auf uns und danach konnten wir gleich die Zimmer beziehen. Am Nachmittag machten wir uns bei einem Stadtrundgang mit den wichtigsten Bauwerken der Colonia Augusta Treverorum bekannt, um einen Überblick über die Stadt zu bekommen. Als erstes Highlight stand im Anschluss der Besuch der Kaiserthermen auf dem Programm. Unter dem Motto „Die Kaiserthermen – ein Bauwerk, viele Rätsel“ erfuhren die SchülerInnen nicht nur viel Wissenswertes über römische Thermen an sich, sondern durften bei einem kleinen Rollenspiel einen römischen Badegast, Sklaven bei der Bedienung der Thermenanlagen oder auch antike Bauarbeiter verkörpern und konnten so einen lebendigen Eindruck der antiken Lebenswelt erlangen.
Am nächsten Tag, Christi Himmelfahrt, machten wir uns schon früh auf den Weg in die Innenstadt. Zu dem Zeitpunkt waren noch kaum Leute unterwegs und die SchülerInnen konnten sich in aller Ruhe mit den Aufgaben einer Stadtrallye beschäftigen. Die 24 teils kniffligen Stationen der Rallye führten die SchülerInnen zu bedeutenden Orten Triers, wobei nicht nur antike Monumente thematisiert wurden, sondern auch die mittelalterliche Stadt in den Blick genommen wurde. Die SchülerInnen traten dabei in verschiedenen Teams gegeneinander an und kämpften um die begehrten Siegespreise – goldene und silberne römische Münzen, die beim Lagerfeuer am Abend feierlich verliehen wurden. Eine Gruppe hatte tatsächlich alle Fragen richtig beantwortet! Doch zuvor schauten wir uns noch das Amphitheater an, das in der Antike ca. 20.000 Zuschauer fasste und damit zu den großen Arenen im römischen Reich gehörte. Nach den Informationen zum Gebäude und dem Leben der Gladiatoren durften die SchülerInnen selbst zum Kampf antreten. Nach einigen Vorübungen zum Aufwärmen machten sich die SchülerInnen mit der korrekten Verwendung des Schwertes vertraut und kämpften jeweils zu zweit gegeneinander. Höhepunkt war ein Schaukampf zweier Gladiatoren unterschiedlicher Waffengattung, was auch in der Antike so üblich war, um die Spannung zu erhöhen und den Kampf interessanter zu gestalten. Angefeuert vom Rest der Truppe zeigten die Protagonisten ihr Talent und schlugen sich tapfer. Allerdings konnte es auch hier nur einen Sieger geben, der am Ende standesgemäß mit einem Palmzweig geehrt wurde. Der Rest des Nachmittags stand zur freien Verfügung und wurde bei traumhaftem Sonnenschein unter anderem zum Eis essen genutzt. Der Tag klang schließlich mit Lagerfeuer und Stockbrot aus.
Am dritten und zugleich schon letzten Tag unserer Reise suchten wir am Vormittag das Rheinische Landesmuseum auf, wo es um das Thema „Romanisierung“ ging. Anhand verschiedener archäologischer Funde machten sich die SchülerInnen ein Bild von der damaligen keltischen Bevölkerung und verglichen die Funde mit literarischen Quellen der Römer. So entstand das Bild einer Bevölkerung, die auch vor der Eroberung durch die Römer keineswegs „Wilde“ waren, sondern eine hoch zivilisierte Kultur besaßen. Nach der Mittagspause steuerten wir die Porta Nigra an, das Wahrzeichen Triers. Bei der Erlebnisführung „Das Geheimnis der Porta Nigra“ entführte ein römischer Zenturio die SchülerInnen in die Zeit, als Trier auf dem Höhepunkt seiner Macht stand. In einer Mischung aus Theatervorführung und Mitmach-Programm erlebten die SchülerInnen die wechselvolle Geschichte der Porta Nigra, die ihren guten Erhaltungszustand allein der Tatsache verdankt, dass sie im Mittelalter zur Kirche umfunktioniert wurde. Die SchülerInnen durchliefen aber in kürzester Zeit auch eine Art „Grundausbildung“ als römischer Soldat und wurden auf ihre Aufgabe, die Porta vor Feinden zu verteidigen, vorbereitet. Dabei wurden schwere Felsbrocken auf die Angreifer „hinuntergeworfen“ oder auch kochendes Öl „hinuntergegossen“. Begleitet wurde das Ganze vom Schlachtruf „Iuppiter – nobiscum!“

Nach der Führung machten wir uns auf zum Bahnhof, wo wir aufgrund einer divinatio (= höhere Eingebung) Herrn Krambs den früheren Zug nahmen und so – wie geplant – kurz vor 21 Uhr wieder pünktlich in Aschaffenburg ankamen. Unser eigentlicher Zug konnte aufgrund einer Signalstörung den Bahnhof in Trier nicht verlassen und so wären wir wohl erst viel später zuhause angekommen. Aber irgendwie scheinen die Götter mit uns gewesen zu sein…

Autor:

Dirk Simon aus Erlenbach a.Main

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